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Karl-Marx-Jahr auch an der IGS Hermeskeil - Prof. Dr. Jansen über Karl Marx und den Kommunismus

Veröffentlicht am 16.04.2018

In Kooperation mit der Kreisvolkshochschule Trier-Saarburg sowie deren Außenstelle in Hermeskeil wurde an der Integrierten Gesamtschule Hermeskeil am Donnerstag, den 12.04.2018 eine Ausstellung zu Karl Marx und dem Phänomen des Kommunismus in der Hochwaldhalle eröffnet. Anlass dieser Ausstellung, die (nach Anmeldung) seit dem 16. April in den Räumlichkeiten der Integrierten Gesamtschule zu sehen ist, ist der 200-jährige Geburtstag des in Trier geborenen Philosophen und Ökonomen Karl Marx, der ab dem 5. Mai auch in Trier mit zahlreichen Veranstaltungen gewürdigt wird. Über die Kreisvolkshochschule und die IGS Hermeskeil wurden interessierte Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer eingeladen und eine große Anzahl an Besuchern ist dieser Einladung gefolgt.

Eröffnet wurde der Abend durch Schulleiter Dr. Christian Schmidt, der die Person Karl Marx und den Begriff des Kommunismus in die unterrichtlichen Prozesse einordnete. Seinen Ausführungen folgend werden u. a. die Leistungen Marx mit Blick auf die Auswirkungen der Industrialisierung im Sozialkunde- und Erdkundeunterricht thematisiert; der Geschichtsunterricht wiederrum setzt sich mit den im Namen des Kommunismus verübten Gräueltaten auseinander. Im Anschluss referierte Frau Agnes Weiß von der Kreisvolkshochschule über kommunistische Strömungen im Raum Hermeskeil. Sie machte hierbei deutlich, dass dieser sich in erster Linie, ganz im Marx’schen Sinne, als Bewegung für die Armen und Schwachen der Gesellschaft verstand, kritisierte er zum Beispiel die Kriminalisierung von Menschen, die im Wald Holz für den eigenen Bedarf sammelten. Den Hauptvortrag hielt der Trierer Universitätsprofessor Dr. Christian Jansen unter dem Titel „Marx und der Kommunismus“. Seinen interessanten und informativen Ausführungen zufolge ist eine Verbindung von Karl Marx, der eine ökonomische Beobachtung mit politischen Vorstellungen und einem auch revolutionären Gedanken verband, zu den im Namen des Kommunismus verübten Schreckenstaten nicht nachweisbar. Vielmehr entwarf der Trierer Philosoph mit dem Kommunistischen Manifest eine Utopie, an der sich die Realität der kapitalistischen Wirtschaftsordnung, die – so der Trierer Geschichtsprofessor – es bisher als einzige geschafft hat, den Wohlstand großer Bevölkerungsschichten zu mehren, orientieren muss, um auf Fehlentwicklungen dieses Wirtschaftssystems zum Wohle der kleineren und schwächeren Wirtschaftsakteure zu reagieren. Im Anschluss zeigten die zahlreichen Fragen und Anmerkungen das große Interesse an den Ausführungen von Jansen.

Herr Müller, Leiter der Kreisvolkshochschule Trier-Saarburg, dankte im Rahmen der Veranstaltung den Zuschauern für ihr Interesse und den Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Kooperation. Er wies hierbei auf eine weitere Kooperationsveranstaltung zwischen VHS und IGS am 26. April 2018 um 19.00 Uhr hin, in der in der Bibliothek der Gesamtschule zum Thema „Die Russische Revolution“ gesprochen wird. Auch hier sind Interessierte wieder herzlich eingeladen.

Professor Dr. Christian Jansen

 

 

Professor Dr. Christian Jansen

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